Episode 8

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Hänsel hat mit seinen Eltern, aber auch mit Lehrerin Lämpel nochmals gesprochen und unterschreibt den Ausbildungsvertrag. Er kann den Beginn der Ausbildung kaum erwarten. Da Gretel abgesagt hat, ist der zweite Ausbildungsplatz bei Elektro Lustig aktuell jedoch noch unbesetzt.

Der Junge wird uns stolz machen! Aber was machen wir mit dem zweiten Ausbildungsplatz?

Ich bin sehr gespannt, wie die Kandidaten des Ausbildungsberaters sind. Da ist auch ein Mädel darunter, Yasemin heißt sie, glaube ich. Jetzt, nach den Erfahrungen mit Gretel, wie denkst Du eigentlich über Frauen in unserem Beruf und generell alternative Bewerbergruppen, wie es so schön heißt?

Gretel hat sich doch prima verkauft, wir hätten sie gerne ausgebildet. Aber es hat ihr eben von den Tätigkeiten her nicht gut genug gefallen. Das müssen wir akzeptieren. Wie sie das Praktikum absolviert hat, zeigt uns allerdings, dass unser Metier keine Männerdomäne bleiben muss. Deshalb finde ich den Ansatz gut, auch mal über den Tellerrand zu schauen.

Ja, darauf wurde explizit in der Azubimarketingmappe hingewiesen: Man solle sich nicht der Chancen berauben und von vorneherein Gruppen ausschließen. Egal ob Frauen, Jugendliche mit Migrationshintergrund oder Inklusion, Studienabbrecher oder aktuell auch Flüchtlinge: Wenn es passt, können wir nur profitieren.

Vollkommen richtig. Diese Erkenntnis dämmert mir auch langsam. Und dass wir dafür unterschiedliche Maßnahmen des Azubimarketings einsetzen müssen, wissen wir jetzt dank des Azubimarketing-Hauses ebenfalls.

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Herzlich willkommen, Yasemin. Wir freuen uns, dass Du bei uns die Ausbildung machen möchtest. Lass uns hereingehen, wir haben den Ausbildungsvertrag schon parat liegen.

Hallo, Herr Lustig, Herr Fröhlich. Es freut mich auch sehr, dass das mit der Ausbildung so kurzfristig noch klappen wird. Ich unterschreibe gerne!

Mandy Pastohr ist Fachbereichsleiterin Unternehmensentwicklung und Fachkräftesicherung im RKW Kompetenzzentrum. Sie spricht über alternative Bewerbergruppen, die ein Unternehmen bei der Besetzung von Ausbildungsstellen auf alle Fälle ebenfalls in den Blick nehmen sollte.

Was sagen Schüler und Azubis über Wertschätzung und einen guten Ausbildungsbetrieb?

Auf jeden Fall sollte es eine Garantie für eine Festanstellung nach der Ausbildung geben und ein gutes, faires Gehalt.

Wertschätzung = Dass ich mich gut fühle, weil man auch mal gelobt wird. Und dass ich mich wichtig und gebraucht fühle.

Wertschätzung während der Ausbildung bedeutet für mich, dass ich immer das Gefühl habe, unterstützt und fair behandelt zu werden, und die Ausbilder jederzeit ein offenes Ohr für mich haben.

Die Mitarbeiter sollten nett sein und den Azubis die Aufgaben, die erledigt werden sollen, gut erklären. Kritik sollte begründet werden, was gut gemacht wurde, sollte auch begründet werden. Geld spielt eine untergeordnete Rolle. Wichtig ist es, von den Mitarbeitern lernen zu können.

Der Beruf muss mir Spaß machen und Abwechslung bieten. Man sollte ein gutes Verhältnis zu den Arbeitskollegen und seinem Chef haben.

Sehr gutes Klima, viel Abwechslung, gutes Umfeld.

Ich erwarte einen altersgerechten Umgang und erhoffe mir, dass ich auch mal selbstständig arbeiten kann.

Wertgeschätzt fühle ich mich dort dann wohler. So freut man sich auf die Arbeit und das Klima ist viel besser.

Auf einen Blick

Lustig und Fröhlich sind zufrieden, Hänsel hat den Ausbildungsvertrag unterschrieben – das Praktikum und die Kontaktpflege haben Früchte getragen. Um die zweite Ausbildungsstelle zu besetzen – Gretel hatte abgesagt –, haben beide weitere Maßnahmen des Azubimarketings umgesetzt. Mit einer der Maßnahmen gelangen sie an Yasemin. Lustig und Fröhlich haben erkannt, wie wichtig es ist, auch andere Bewerbergruppen in den Blick zu nehmen.

Hänsel freut sich auf seinen ersten Tag als Azubi. Nachdem er sich mit seiner Familie, aber auch mit der Lehrerin nochmals besprochen hatte, unterschrieb er den Ausbildungsvertrag. Vom Praktikum über das Kontakthalten hinweg fühlte sich Hänsel stets wertgeschätzt, ihm wurde Vertrauen entgegengebracht und Offenheit. Deshalb ist er sich sicher, am richtigen Platz die richtige Ausbildung zu absolvieren. Azubis, die mit diesem Gefühl eine Ausbildung beginnen, haben eine enge Bindung zum Ausbildungsbetrieb und starten entsprechend motiviert in die Ausbildung.

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