Episode 4

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Erfahrungen rund um das Ausbildungsmarketing

Anja Maecklenburg
ist Personleiterin der Continental Teves AG & Co. oHG, Werk Frankfurt.

Matthias Kemmer
ist Geschäftsführer der Kemmer & Hein oHG in Speyer.

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Bei der Unternehmenswerkstatt, zu der wir gerade fahren, steht neben anderen Maßnahmen zur Bewerberansprache die Azubiwebsite im Mittelpunkt. Ich bin neugierig, was wir Neues hören. Ich fand die Ausführungen im Leitfaden darüber schon, nun ja, inspirierend.

Du meinst wohl eher alarmierend, weil es uns gezeigt hat, was wir auf unserer Website alles noch tun müssten? Ja, ja. Aber die Idee, eine eigene Website nur für potenzielle Auszubildende zu nutzen, finde ich charmant. Es soll ja gar nicht so schwer sein.

Wir sollten trotzdem zunächst einmal über unsere Inhalte nachdenken. Sie sollte informativer  werden, im Blick behalten, was die Jugendlichen interessiert, und vor allem ein authentisches Bild von uns, unserer Arbeit und der Ausbildung liefern. Habe ich gelesen.

Lass uns erst einmal hören, was die Referentin zu den verschiedenen Maßnahmen zu sagen hat. Vielleicht ergibt sich die Möglichkeit, dass wir mit ihr über unsere Website ein Schwätzchen halten können.

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Die Unternehmenswerkstatt beginnt. Die Teilnehmer – alle aus kleinen Betrieben in verschiedenen Branchen – nehmen Platz und hören, dass sie zu Anfang ein Video vorgeführt bekommen. Ein Praxisbeispiel eines Unternehmens mit vorbildlichen Informationen für Bewerber und einem optisch ansprechenden Ausbildungsbereich.

Katharina Holl-Kraft ist für Personal und Marketing bei der Bau-Fritz GmbH & Co. KG aus dem Allgäuer Erkheim verantwortlich. Wir haben sie zur Unternehmenswebsite und im Besonderen zu den Stellenbeschreibungen befragt. Dort bereitgestellte und richtig aufbereitete Informationen sind Gold wert – das beweisen die Erfolge, die das Unternehmen im Laufe der vergangenen Zeit bei der Auszubildendensuche hatte.

Nachdem die Teilnehmer das kurze Video angeschaut und auch einen Blick auf die Beispielwebsite des RKW geworfen haben, wird heiß darüber diskutiert, was eine gute Azubiwebsite ausmacht.

Das Ergebnis auf den Punkt gebracht: Eine Azubiwebsite sollte ansprechend und authentisch die Informationen liefern, die mögliche Bewerber benötigen. Das heißt, authentische Einblicke geben in den Betrieb und den Arbeitsalltag, den Ausbildungsberuf, den Ausbildungsverlauf und anschließende Karriereperspektiven ausführlich vorstellen und dabei auf Verständlichkeit achten (denken Sie daran, für wen Sie diese Website einsetzen).

Natürlich kommt im Laufe der Unternehmenswerkstatt auch die Frage auf, was man als kleiner Betrieb mit sozialen Medien machen könne. Tatsächlich scheiden sich hier die Geister, erläutert daraufhin der Referent. Sein Fazit: Jugendliche sind ausnahmslos in sozialen Medien unterwegs. Besonders Facebook tut sich hervor. Doch Jugendliche nutzen soziale Medien hauptsächlich, um Kontakte zu pflegen, nicht aber, um sich beispielsweise über mögliche Ausbildungsstellen zu informieren. Sinnvoll kann es trotzdem sein, wenn Auszubildende aus ihrem Alltag berichten – glaubwürdig, authentisch und regelmäßig! Darüber müssen sich Betriebe im Klaren sein: Wenn soziale Medien genutzt werden sollen, müssen sie auch regelmäßig bespielt werden. Und das besser von „Botschaftern“, die bei der jugendlichen Zielgruppe eher Gehör finden, weil sie glaubwürdiger sind: anderen Jugendlichen oder jungen Erwachsenen.

Währenddessen ...

Hey, Leute, ich habe meinen Praktikumsplatz! Ich werde in unserer Sparkasse mein Schülerpraktikum absolvieren. Wie sieht es bei Euch aus?

Ich mache das Praktikum in der Verwaltung der Sonnenschein Seniorenresidenz. Ein bisschen die älteren Leute aufmischen. Hänsel, Gretel, Ihr habt immer noch nichts, richtig?

Ja, leider. Wir treffen uns daher heute Nachmittag noch, um ein paar Websites von hier ansässigen Betrieben zu checken.

Und bei Facebook wollen wir uns auch ein paar Profile anschauen.

Und worauf achtet Ihr da so?

Lustig, dass Du uns das fragst. Darüber haben wir uns nämlich erst neulich unterhalten. Ich habe mir einige Websites von Unternehmen angeschaut. Zum Thema Praktika und Ausbildung nicht wirklich toll. Überall fehlen Informationen, manchmal verstehe ich aber auch nicht alles. Es ist, als würde sich kein Betrieb ernsthaft bemühen, uns zu erreichen. Die wissen anscheinend nicht, was wir wollen und was wir benötigen.

Und bei Facebook das Gleiche. Ich suche die ganze Zeit nach Azubis, die mal echte Einblicke geben können in das, was sie tun. Das wäre für uns spannend. Aber nein, stattdessen versuchen irgendwelche Personen, auf jung zu machen. Voll daneben. Viele Betriebe haben nicht mal ein Facebookprofil. Schade. Aber wir wollen noch weitersuchen. Wir finden schon was!

Auf einen Blick

Lustig und Fröhlich machen sich Gedanken über eine eigene Azubiwebsite und welche Inhalte darauf zu finden sein müssen. Aber in ihrer zweiten Unternehmenswerkstatt geht es ebenfalls um weitere Maßnahmen des Azubimarketings, die für sie infrage kommen. Ein guter Mix ist entscheidend. Dazu können auch soziale Medien zur Ansprache gehören.

Die Schüler tauschen sich aus, und Hänsel und Gretel haben noch immer keinen Praktikumsplatz gefunden. Es kommt zur Sprache, wie Jugendliche sich Informationen beschaffen: über das Internet, durch Familie, Freunde und Bekannte. Ausreichende und authentische Informationen sind dabei entscheidend – und zumeist schwierig zu finden.

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Was passiert in Episode 5?

In Episode 5 des Magazins wenden sich Lustig und Fröhlich zwei weiteren zentralen Maßnahmen des Azubimarketings zu: der Schulkooperation und dem Praktikumsangebot. Lustig wird in Hänsels und Gretels Klasse seinen Betrieb und sein Handwerk vorstellen und so mit den beiden ins Gespräch kommen. Danach sind beide überzeugt und auch froh, ihren Praktikumsplatz gefunden zu haben. Der erste Tag des Schülerpraktikums beginnt.

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Peter Gress ist Inhaber eines Friseursalons in der Esslinger Innenstadt. Er weiß viel über Praktika zu berichten. Welche Vorteile bringen sie Unternehmen? Wie sollte man Praktika konzipieren? Und sind sie die Maßnahme schlechthin, um die Auszubildenden von morgen kennenzulernen?